"Ein Weltbad wie Pyrmont" - Kurstadt und Nationalsozialismus
Das Projekt

Die Idee
Die Geschichte Bad Pyrmonts während des Nationalsozialismus war lange Zeit nur unzureichend aufgearbeitet. In der Dauerausstellung des Museums fehlt das Thema und die Stadtchronik reist die Zeit nur an. Wenige Einzeldarstellungen von Vereinen griffen zumindest einige Aspekte auf. Dennoch war Bad Pyrmont im kollektiven Gedächtnis als Lazarettstadt verankert.
Seit Ende 2020 bemüht sich das Museum im Schloss mit Unterstützung des Museumsvereins und der Bad Pyrmonter Theater Companie um eine systematische wissenschaftliche Untersuchung, Aufarbeitung und Vermittlung der Geschichte Bad Pyrmonts in der NS-Zeit.
Das Forschungsprojekt
Unerlässliche Grundlage des gesamten Projektes war eine wissenschaftliche Recherche und Aufarbeitung der Quellen. Dazu bestand seit Anfang 2021 ein intensiver Kontakt zu Prof. (i. R.) Dr. Cornelia Rauh vom Historischen Seminar der Universität Hannover. Ende 2022 haben sich das Historische Seminar und das Museum beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen des Förderprogramms pro*niedersachsen um Fördergelder beworben, um mit wissenschaftlichen und studentischen Hilfskräften die Quellen aufzuarbeiten. Das Projekt „Ein Weltbad wie Pyrmont“. Kurstadt und Nationalsozialismus, 1918-‚1968‘ wurde im Frühjahr 2023 bewilligt. In unterschiedlicher Konstellation und Zusammensetzung haben sich die Mitarbeiter des Projektes bis April 2025 mit den unterschiedlichsten Aspekten der Kurstadt während des NS auseinandersetzt.
Das Forschungsprojekt endete am 9. und 10. Mai 2025 mit einer wissenschaftlichen Tagung in Bad Pyrmont unter dem Titel „Der Blick auf die Mikroebene: Zum Erkenntnispotential jüngerer Stadtgeschichte und Lokalstudien zum Nationalsozialismus und seiner Nachgeschichte“. Der professionelle Blick von außen, bot hier noch mal die Chance, sich nicht lokalgeschichtlichen Details zu verlieren und Ereignisse richtig einordnen zu können.


Die Sonderausstellung
Vom 27. November bis zum 28. Juni (verlängert bis 16. August) zeigte das Museum die Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus im Schloss und einer Außenstelle, der ‚Villa am Palmengarten'. Die Ausstellung bündelte die Forschungsergebnisse und präsentierte sie der Öffentlichkeit zusammen mit einem umfangreichen Begleitprogramm, dass verschiedene Aspekte weiter vertiefte.
Das Begleitheft
Begleitend zur Sonderausstellung ist eine Broschüre erschienen, in der die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst werden. Illustriert wurde sie mit Zeichnungen von Malte Wulf. Das Begleitheft ist im Museumsshop für 10 Euro erhältlich.


Die Homepage
Diese Homepage soll dafür Sorge tragen, dass die Zeit des Nationalsozialismus für Bad Pyrmont nicht in Vergessenheit gerät. Veröffentlicht sind hier alle Informationen aus der Sonderausstellung. Darüber hinaus wird die Seite kontinuierlich mit zusätzlichen Informationen ergänzt, insbesondere immer dann, wenn sich neue Erkenntnisse ergeben.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Förderern und Unterstützern!

